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 Artikel aus Matrix Magazin

Mit Klang zur eigenen Mitte            Autorin:Manuela Rani Schäfer

In östlichen Religionen gilt die Vorstellung, dass der Mensch aus Klang entstanden ist. Aus dieser Sicht kann der Mensch über Klang in seinen tieferen Schichten erreicht werden. Klänge werden in diesen Kulturen schon seit langem – z.B. in Indien seit über 5000 Jahren – zum Heilen verwendet. Zur Klangbehandlung mit tibetischen Klangschalen werden die Schalen intuitiv ausgesucht und auf bestimmten Körperzonen aufgelegt, zum Klingen gebracht und versetzen so jede einzelne Körperzelle in Schwingung.

 Obwohl wir heute alltägliche Gefahren wie Stress, Konflikte und Frustrationen nicht durch Kampf oder Flucht bewältigen können, reagiert unser Körper wie vor 500.000 Jahren. Er aktiviert auch heute noch das gesamte vegetative Nervensystem. Bei permanenter Aktivierung führt dies zu Fehlfunktionen und Überlastungen. Spannung  und Entspannung geraten in ein Ungleichgewicht, es entsteht Dauerstress und damit vegetative Dystonie. Es kommt zur psychohormonellen Fehlsteuerung. Bei diesem Stressmechanismus ist der Körper in ständiger Kampfbereitschaft 

                              --die Muskulatur ist gespannt--.

Mit Hilfe von Klangschalen können wir nun dem Körper helfen, wieder in seine eigene Schwingung zu kommen. Jede Schale ist ein Unikat und hat einen eigenen, besonderen Ton. Dabei gibt es große Qualitätsunterschiede. Wichtig ist, dass sie lange und gleichmäßig schwingt, den Klang durch den Boden auf den Körper abgibt, dass sie einen sphärischen Klang hat der leicht in den Entspannungszustand führt.

Bei der Klangbehandlung wird eine intuitiv ausgewählte Schale auf den Körper aufgelegt und angeschlagen. Der Ton erreicht nun jede Körperzelle und bringt sie in Schwingung. Jede Zelle wird in angenehme Vibration versetzt, wir bekommen wieder ein Gefühl der Lebendigkeit. Wir nehmen unseren Körper wieder in seiner Ganzheit wahr. Die Klänge gestalten innere Bilder, die im Bezug zu dem zu behandelnden Thema stehen. Es kommt zu einer Kommunikation mit dem Körper. Die Schalen werden zu einem Spiegel des Klienten und zeigen die jeweilige Individualität. Die Klangschalen klingen bei jedem Klienten anders und ändern während der Behandlung den Ton. Am Ende entsteht dann ein einziger wunderschöner Ton, ein

                                                   Einklang.

Es entwickeln sich körperliche, emotionale und geistige Reaktionen, die durch die Begleitung des Klang-Therapeuten unterstützt werden. Die Einheit des Selbst wird mit seinen stofflichen und feinstofflichen Systemen von den Klängen berührt und in Schwingung versetzt.

Es gibt verschiedene Ziele, für die Klänge eingesetzt werden können:

1.      Die Klangbehandlung kann angewandt werden als reine

         Entspannungsmassage. Die Intention ist dabei, zu entspannen,

         frei und locker zu werden, zu genießen.

2.      Die Chakrenbehandlung ist eine weitere Möglichkeit. Ziel ist dabei,

        dass die Chakren wieder optimal arbeiten und die Lebensenergie

        ungehindert fließen kann.

 3.    Auch bei Schmerzen können Klangschalen eingesetzt werden.

        Sie lindern und entkrampfen und erinnern den Körper an seine

        Selbstheilungskräfte.

4.     Die Arbeit mit Klangschalen ist auch kombinierbar mit andere

        Methoden, z.B. mit Psychotherapie und Mentaltraining. Hier haben wir

        die Möglichkeit,  tiefsitzende Probleme zu erkennen und ihre Ursache

        zu finden, um sie dann sanft mit Hilfe der Schalen aufzulösen.

Die bioenergetische Methode nach Wilhelm Reich geht davon aus, dass in den Körperzellen – besonders in muskulären Verspannungen – negative Emotionen, Verdrängtes und Krankhaftes enthalten sind. Durch die obertonreichen Schalen wird der Körper mit den „Urtönen“ in harmonische Schwingung versetzt, und die Energiestaus werden in Bewegung gebracht. Der Selbstreinigungsprozess wird angekurbelt, und Blockaden und Verspannungen können mit der Zeit ganz aufgelöst werden. Dieses angenehme Körpergefühl wird vom Unterbewusstsein als neues Körperbewusstsein erkannt und angenommen. Diese Erfahrung ist auch später jederzeit wieder abrufbar.

Auch für Kinder ist die Klangtherapie eine wunderbar geeignete Möglichkeit. Konflikte und Entbehrungen entstehen oft schon in frühester Kindheit. Was für ein Kind ein Drama sein kann, lässt manchen Erwachsenen aufgrund seines Unverständnisses gegenüber der kindlichen Psyche lauthals lachen. Oftmals entstehen aus solchen Ereignissen später gravierende Schädigungen nicht nur des seelischen Zustandes,
sondern leider auch auf körperlicher Ebene. Da alle Ebenen untereinander verbunden sind, beeinflussen sie sich gegenseitig und wirken auf uns und unsere Umgebung.  Blockaden können auf körperlicher Ebene zu Schwäche und Krankheit führen, auf seelischer Ebene zu Depression und Angst.

Hier ausgleichend einzugreifen, ist das Ziel des Klang-Therapeuten, der durch das Auflösen alter, blockierender Verhaltensmuster ungeahnte Energien zum Fließen bringen kann. Der Patient hat oft das Gefühl, als wenn sich innerlich eine Schranke öffnet, und es entwickelt sich langsam wieder das innere Lächeln. Der Mensch kommt wieder in Ein-Klang. Konkrete Ziele der Klangtherapie sind: Klarheit für Entscheidungen zu schaffen, erkennen des eigenen Potentials, Intensivierung der Erlebnisfähigkeit, Auflösen von alten Mustern und Glaubenssätzen, Angst- und Stressbewältigung, Entwicklung der Inneren Stimme und Lösung von Konflikten.

 Aus mystischer Sicht ist es die Kraft der Gedanken, die das Wesen eines Klanges und die daraus entstehende formgebende Energie ausmacht. Wenn wir unsere Gedankenkraft auf ein bestimmtes Ziel richten, kann sich die vorher noch ungeformte Kraft manifestieren. Bei der Klangtherapie und bei Klangseminaren nutzen wir diese Erkenntnis, um auf angenehme Weise unserem inneren Kern ein Stück näher zu kommen.

 Nun gibt es auch eine Verbindung zwischen den Gehirnströmen und der Klangarbeit. Bestimmte Frequenzen gehen mit einem spezifischen Bewusstseinszustand einher. Wenn eine Frequenz länger  und rhythmisch verabfolgt wird, folgt das Gehirn dem Wellenmuster. Dieses Phänomen ist aus antiken Ritualen bekannt, wo durch Trommeln, Rasseln, Klatschen u.ä. Trancezustände erlangt wurden.

Im Wachbewusstsein bewegen wir uns im Bereich der sogenannten Betawellen, die sich von 14 Hertz und mehr erstrecken. Die Betonung liegt hier auf einer Gehirnhälfte, der Mensch fühlt sich nicht „ganz“. Im Bereich der Alphawellen (8-13 Hz) liegt die geistige und körperliche Entspannung. Die Hirnhälften arbeiten synchron. Superlearning und Informationsaufnahme, Intuition und Kreativität entfalten sich. Daneben gibt es noch die Thetawellen (4-8 Hz) und Deltawellen (0-4 Hz).

Die Alphawellen sind nun von besonderer Bedeutung. Die Schwingung kann durch Klangtherapie auf das Alphaniveau gesetzt werden. Die Klangbehandlung wirkt dabei entspannend, vergleichbar mit Autogenem Training oder  der  progressiven Muskelentspannung  nach Jakobsen. Wer aber derartige Methoden kennt, weiß wie viel Disziplin und Übung nötig ist, um einen entspannenden Effekt zu erzielen. Mit Klangschalen kann schon beim ersten Mal die Entspannungsphase erreicht werden.

 Wenn nun unser Körper und Geist durch den Einsatz der Klangschalen im Alphazustand verweilen, der Intellekt und das ewig fordernde Ego ihre Umklammerung lösen, können wir unserem wahren Ursprung und unserer inneren Stimme ein Stück näher kommen. Sind die beiden Gehirnhälften in Harmonie, sind wir zu Höchstleistungen fähig und fühlen uns „ganz“. Der Klang hilft uns dabei, uns an das Ursprüngliche in uns zu erinnern, den Verstand loszulassen und nur noch wahrzunehmen.

 Auf der physischen Ebene wird die Ganzheit durch unser Gehirn dargestellt. Männer und Frauen haben die Ganzheit in sich, die rechte Gehirnhälfte repräsentiert die weibliche, die linke, die männliche Schaffenskraft. Männliche Energie ist nach außen gerichtet, sie verströmt ins Äußerliche, weibliche Energie ist nach innen gerichtet, sie führt uns zu inneren Welten und zu innerer Weisheit. Aber weibliche Kreativität kann sich ohne männliche Schaffenskraft nicht ausdrücken. Männliche Energie wird ohne weibliche innere Führung ungezielt verpuffen. Sie brauchen sich gegenseitig, um zur Ganzheit zu kommen.

Allerdings dominiert in der heutigen Zeit oft die männlichen Seite, wir lassen uns von Äußerlichkeiten leiten. Im Alphazustand treten die linke und die rechte Gehirnhälfte dagegen in Verbindung, der männliche Pol kann sich mit dem weiblichen austauschen, beide Hälften kommen in „Einklang“. Wir können uns vorstellen, wie weibliche Intuition gepaart mit männlicher Intelligenz Berge versetzen kann. Es ist der Schlüssel zur Genialität.